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Exkursionsgebiet V: Triasdreieck 
Fotos aus der Grube Günnersdorf in Mechernich

Einfahrt in die Grube Günnersdorf Die Bleierze in Mechernich liegen in den tieferen Schichten des Buntsandstein (Trias). Links ein Blick von der Sohle des Besucherbergwerks in den Notausstiegs- schacht nach oben.

Die Anfänge des Mechernicher Bleierzbergbau sind nicht bekannt. Vermutlich wurde er bereits von den Kelten betrieben, spätestens jedoch setzte er mit den Römern ein. 

Eisenkonkretionen, sogen. "Tutten" im Sandsteinflöz Die Hauptmenge des Bleiglanzes ist in Sandsteinflözen in der Form kleiner, 0,5-4 mm dicker "Knotten" unregelmäßig ver- teilt. Mit einem Bleigehalt von maximal 2% gehört der Mechernicher Bleierzberg- bau zu den ungewöhnlichsten bekannten Armerzlagerstätten. Die Exkursionsteil- nehmer fanden zudem Eisenkonkretionen, sogen. "Tutten" (Bild links) im Sandstein, die einen Durchmesser von 3-20 cm aufweisen. 
In den Stollen und Weitungen der Grube Günnerdorf Während Nachweise des Bleierzbergbaus aus dem frühen Mittelalter fehlen, ist er ab dem Ende des 14. Jh. urkundlich belegt. Bei völliger Bergfreiheit verlief der frühe Abbau weitgehend ungeordnet. Er wurde von Bauern im Nebenerwerb betrieben. Mit der Erfindung des "Beutel- korbes" im 15. Jh. wurde es möglich, die Bleierzknotten aus den weichen, mürben Sandsteinflözen herauszuwaschen. Der Korb war aus Weidenruten oder Messingdraht geflochten. 
Der "Himmel hängt voller Knotten" Das Waschen erfolgte unter Tage, wobei der Waschsand im Bergwerk zurückgelassen wurde. Ein typischer Abbau bestand aus zwei ca. 10 m weit auseinanderliegenden Schächten, wovon der eine der Förderung, der andere der Befahrung und Bewetterung diente. Die Schächte waren über einen kurzen Stollen miteinander verbunden. Von hier aus erfolgte der Abbau in Kammern, zwischen denen Pfeiler stehen gelassen wurden. 
Der Malakow-Turm bei Mechernich Zudringendes Wasser mit fortschreitender Tiefe war die wesentliche Ursache für das Ende des Eigenlöhnerbetriebes. Ab 1629 setzte über Großunternehmer der Stollen- bau ein, der nach der französischen Revo- lution eine fortgesetzte Modernisierungs- phase erlebte. Nach dem ersten Weltkrieg setzte der Niedergang des Bleierzbergbaus ein und die endgütige Stillegung erfolgte im Jahr 1957. In der Stadt Mechernich sind die Gebäude weitestgehend abgeris- sen - nur selten hat eine Stadt die Spuren ihrer Bergbaugeschichte so gründlich getilgt wie Mechernich. Der Malakow- Turm ist eines der wenigen erhaltene Gebäude.
Transportkarre für Bleierz Hier eine (umgedrehte) Transportkarre für das Bleierz auf dem Gelände des Museums und Besucherbergwerks "Grube Günnersdorf".

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Exkursionsgebiet:

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Exkursionsziel:

 Mechernich